check-circle Created with Sketch.

30 Jahre Deutsche Einheit - Gleichstellung in Ost und West

Wie sieht es in Ost und West in Sachen Gleichstellung von Männern und Frauen aus? Dieser Film präsentiert die wichtigsten Ergebnisse und zeigt: Es gibt noch einiges zu tun - gerade beim Thema Löhne und Rente.

Die zugrundeliegende Studie finden Sie hier.

Akuthilfe für pflegende Angehörige beschlossen

Wer coronabedingt Angehörige pflegt oder die Pflege neu organisieren muss, erhält nun mehr Unterstützung. Bis Ende September gelten vereinfachte Regelungen:

  • Bis zu 20 Arbeitstage können Angehörige bei einer akut auftretenden Pflegesituation bezahlt der Arbeit fernbleiben, bisher ging das für zehn Tage.
  • Das Pflegeunterstützungsgeld kann ebenfalls bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch genommen werden, wenn die Pflege aufgrund von coronabedingten Versorgungsengpässen zu Hause erfolgt (auch hier lag die Grenze zuvor bei zehn Tagen).
  • Pflegezeit und Familienpflegezeit wird flexibler gestaltet. Pflegende Angehörige sollen so leichter eine Freistellung von sechs Monaten (Pflegezeit) beziehungsweise 24 Monaten (Familienpflegezeit) in Anspruch nehmen oder nach einer Unterbrechung wieder aufnehmen können, sei es vollständig oder wenn sie in Teilzeit arbeiten.

Weitere Informationen zu den Akuthilfen erhalten Sie hier.

Sich haltende Hände.

Anpassungen beim Elterngeld

Zahlreiche Eltern können die Voraussetzungen, die für den Bezug des Elterngeldes zu erfüllen sind, in der Corona-Krise nicht mehr einhalten.

Bestimmte Berufsgruppen - wie beispielsweise Pflegeperson oder Ärztinnen und Ärzte - werden derzeit dringend am Arbeitsplatz benötigt und dortige Beschäftigte können nur wenig über ihren Arbeitsumfang oder ihre Arbeitszeit selbst bestimmen. Andere Elterngeldbezieher sind von Kurzarbeit oder Freistellungen betroffen und fürchten wirtschaftliche Notlagen. Außerdem haben werdende Eltern Angst, durch die Krise bei der späteren Elterngeldberechnung Nachteile zu haben, da ihr Einkommen aktuell geringer ausfällt. Zur Lösung dieser Probleme sollen folgende Regelungen gesetzlich geändert werden:

  • Es soll das Elterngeld für Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, angepasst werden. Da diese Personen jetzt besonders an ihrem Arbeitsplatz gebraucht werden, können sie ihre Elterngeldmonate aufschieben.
  • Eltern, die aktuell mehr oder weniger arbeiten müssen als geplant, sollen den Partnerschaftsbonus nicht verlieren. Der Partnerschaftsbonus ist eine zusätzliche Leistung, die Mütter und Väter bekommen, die gleichzeitig in Teilzeit arbeiten, um sich die Kindererziehung zu teilen.
  • Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I wegen Corona reduzieren das Elterngeld nicht und fließen auch bei der späteren Berechnung des Elterngeldes für ein weiteres Kind nicht mit ein. So soll vermieden werden, dass (werdende) Eltern mit derzeitigen Einkommensverlusten keinen Nachteil beim Elterngeldbezug haben.

Homeoffice

Tipps für produktives Arbeiten zu Hause

Für die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist Homeoffice - vor allem als dauerhafte Lösung - eine neue Erfahrung. Erprobte Abläufe und Tagesstrukturen müssen neu entwickelt und ständig angepasst werden. Erscheint die Möglichkeit, sich im Schlafanzug an den Bildschirm zu setzen in den ersten Tagen vielleicht noch verlockend, kann die Abwesenheit gewohnter Strukturen im Homeoffice längerfristig jedoch zu Problemen führen.

Aufgaben im Haushalt, die man 'mal eben' zwischendurch erledigt erschweren die Trennung von Beruf und Privatleben zusätzlich.

Vor allem Eltern stehen aktuell im Homeoffice vor der Herausforderung, Kinderbetreuung und tägliches Arbeiten parallel zu bewältigen. Eine Aufgabe, die nicht nur mit kleinen, sondern mit Kindern aller Altersstufen große Hürden mit sich bringt. Tipps und Tricks für die Vereinbarung von Homeoffice, Homeschooling und Kinderbetreuung finden Sie beispielsweise auf den Seiten des KIKA.

Do's and Don'ts für's Homeoffice

Hilfetelefone für Menschen, die Unterstützung brauchen

In Zeiten des Coronavirus sind Frauen und Kinder im Alltag besonders gefährdet. Denn das sei die Zeit, in der häusliche Gewalt steigen würde. Quarantänemaßnahmen und Social Distancing sorgen dafür, dass Familien die nächste Zeit vermehrt zu Hause verbringen müssen, was viele unterschwellige Konflikte hervorbringt. In China sind die Zahlen von häuslicher Gewalt seit Beginn der Quarantäne-Maßnahmen bereits gestiegen.

Deswegen möchten wir erneut auf das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" aufmerksam machen. Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung werden Betroffene aller Nationalitäten rund um die Uhr unterstützt.

Außerdem gibt es viele Menschen, die zu einer Corona-Risiko-Gruppe gehören und Unterstützung benötigen. Auf den Hotlines von Gemeinschaft.Online kann Hilfe gefunden werden: Wer praktische Hilfe benötigt (zum Beispiel Einkäufe erledigen oder den Hund ausführen) wird hier Unterstützung aus der Nachbarschaft vermittelt. Die Nummer lautet 07172 9340048. Ältere Menschen, die jemanden zum Reden brauchen, können die Nummer von Silbernetz.de (0800 4708090) wählen.

Die LWL-Universitätsklinik Bochum bietet für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bochum unter umliegenden Städte telefonische Kriseninvention an. Telefon-Hotline: 0234 5077-4567, Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr.

Die Krisen-Hotline für Alleinerziehende unter 0201 82 774 799 bietet eine psycho-soziale Beratung durch qualifizierte Ansprechpartnerinnen. Angeboten wird sie vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter Landesverband NRW (VAMV NRW).

Equal Pay Day 2020

Am 17. März 2020 findet wieder der Equal Pay Day statt, um auf die Lohnunterschiede von Frauen und Männern aufmerksam zu machen.